Darf ich Dir einen kurzen Pausenmoment schenken? Sehr schön! Dazu ein Mal tief den Gedanken „Herbst“ einatmen. Und beim Ausatmen wahrnehmen, was auftaucht, wenn Du an Herbst denkst. Was sind Deine Herbst Bilder, Herbst Gerüche, Herbst Gefühle? Deine Herbst Geräusche? Was ist Dein Herbst Geschmack? Was sind Deine Erinnerungen an Herbsttage Deiner Kindheit? Ich krame bei solchen Fragen tief in meinem Hirn. Und warte auf Bilder. Bilder aus den 80ern, meiner Kindheit. Bei so einer Gelegenheit nehme ich mir dann zum x-ten Mal vor, beim nächsten Besuch bei meinen Eltern endlich ein Fotoalbum zu basteln. Mit all den Kinderbildern, die sich wie die bunten Blätter im Herbst in den Fotokisten meiner Eltern zur Ruhe gelegt haben. Ein Fotoalbum zu kleben müsste eigentlich im Trend sein in Zeiten, in denen Achtsamkeit, Meditation und Entschleunigung wieder Einzug halten in unseren schnellen Alltag. Und es ist so schön zu sehen, wie das Album langsam entsteht, Bild für Bild. Schnappschüsse von Urlauben, Geburtstagen, Feiertagen und ein paar wenigen Alltagsabenteuern. Die mir heute so wichtig sind. Und daher wünsche ich mir, dass Du Spaß daran hast, den Alltag Deiner Kinder mit der Kamera zu begleiten. Dazu verrate ich Dir, wie ich als Fotografin an ein Shooting herangehe und wie Du ganz easy echte Augenblicke festhalten kannst, die für Deine Kinder später wertvoll sind.

Wie ich an ein Shooting herangehe

Shootings bei mir sind so lustig und entspannt, weil ich mit Euch im Vorfeld überlege, was Eure Kinder gerade am Liebsten tun. Bei welchen Beschäftigungen sind sie ganz in ihrem Element? Wo zeigen sich kleine, altersspezifische Besonderheiten, die im nächsten Jahr Stoff für Geschichten sind?  Ich erschrecke mich jedes Mal, wenn mir bei meinen Patenkindern ein „Bist Du groß geworden!“ rausrutscht. So wie ich es von meiner Oma, Onkeln und Freunden meiner Eltern kannte als ich so klein war wie die beiden. Das erinnert mich daran, wie schnell die Zeit vergeht. Daher meine Frage an Dich. Über welche Alltagsmomente hörst Du Dich als Mama später einmal Dinge sagen wie: „Weißt Du noch, wie Anna beim Essen den Löffel mit dem Kürbisbrei erst durch Gesicht gezogen hat? Bis unter die Nase orange war sie. Und dann ab in den Mund mit dem Brei. Mit diesem frechen Grinsen, das sie damals hatte.“ Oder: „Weißt Du noch, wie aufmerksam und ernsthaft Marie die Kastanien betrachtet hat. So als ob sie jeder einen Namen geben würde. Wie einen Schatz hat sie sie gehütet.“ Denn hier wird es spannend für Dich.

Und wie Du echte Bilder von Eurer Herbstzeit zauberst

Was sind gerade bei Euch solche Augenblicksgeschichten? Nimm Dir einen Zettel und schreibe Dir jetzt fünf Situationen auf, in denen Du die Kamera im Herbstalltag nutzen willst. Meine Erfahrung: kurz Aufschreiben erinnert Dich in der Situation daran, dass Du den Fotoapparat benutzen wolltest. Zum Beispiel beim Erntedankfrühstück. Oder beim Pumpkin Pie backen. Wenn es das nächste Mal Kürbissuppe gibt. Oder bei einer Blätterschlacht. Mach es Dir leicht und fotografiere Dein Kind, wenn es gerade mit etwas beschäftigt ist, das es gerne tut. Ein Schnappschuss von einem Hier- und Jetzt-Momente erzählt so viel über Dein Kind. Und wenn Du die aussagekräftigsten Bilder an einem grauen Herbsttag bestellst, in ein Album klebst und noch ein bis zwei Beobachtungen und Gedanken dazu schreibst, ist das für Dein Kind zum 18. Geburtstag ein wertvolles Geschenk. Ein Geschenk, das ihm ein Stück der eigenen Kindheit erzählt, das möglicherweise die Augen öffnet für ein paar Antworten. Selbst wenn es nur die Antwort auf die Frage ist, aus welcher Zeit die Herbsterinnerungen stammen. Mädchen im Herbst beim Kastaniensammeln.

Eine herbstliche Fotogeschichte: Mit Kastanien basteln

Herbstzeit ist Kastanienzeit. Aus einem langweiligen Familienspaziergang wird schnell ein kleines Abenteuer, wenn Deine Kinder eine Aufgabe haben. Kastanien sammeln macht Spaß. Und Spaß ist die beste Voraussetzung für eine wunderbare Bildergeschichte, bis zum Rand gefüllt mit Kindheitsglück. Die grünen stacheligen Hüllen aufgebrochen am Boden. Die glatten, glänzenden Früchte, kühl und jede auf ihre Weise einzigartig. Neugieriges Bestaunen, stolze Blicke. „Schau mal, Papa, wie viele Kastanien ich gesammelt habe!“ Ein Korb mit Kastanien am Arm – oder so viele Kastanien in der kleinen Hand, dass sie nicht mehr zu geht. Es gibt viele Bilder, die diese Geschichte erzählen können. An an einem warmem Spätsommertag wie mit diesen beiden Mädchen, mit raschelndem Laub unter den Wandernschuhen oder mit Gummistiefeln in Pfützen. Bei Euch geht die Geschichte dann vielleicht so weiter: kleine Künstler bei der Arbeit am Wohnzimmertisch. Die Fantasie der Kleineren zaubert Fabelwesen, die sie gerne vorstellen. Bei den Schulkindern sind vielleicht schon bestimmte Vorlieben und Talente erkennbar. Die kleine Ingenieurin achtet auf die Standfestigkeit ihrer Kastaniengiraffe. Der Maler belässt es nicht beim braunen Körper seines Kastanie – es wird bunt und neu und anders. Und die Unternehmer? Sie stellen sich an den Straßenrand, den Kastanienkorb sichtbar aufgestellt, und verkaufen die Kastanien an Passanten. Oder die Bau- und Kunstwerke ihrer Geschwister. Inspiration und Ideen zum Basteln von niedlichen Kastanientieren hat Patricia auf ihrem Moms Blog für Euch gesammelt.

Wie sieht Dein Herbst aus?

Was für Herbstgeschichten willst Du von Deiner Familie erzählen? Über den Spaziergang mit dem Familienhund im Morgennebel? Bunte Blättersträuße aus riesigen Blätterhaufen, aus denen sich im goldenen Licht lachende Kinder wühlen? Heiße Maroni auf dem Blech im Ofen, beobachtet von hungrigen Kinderaugen? Ich bin gespannt auf Eure Ideen! FB, Ein Mädchen sammelt Kastanien Zwei Schwestern sammeln Kastanien und spielen mit Herbstlaub. Echte, lebendige Kinderportraits im Spätsommer Schwestern draußen beim Spielen im Spätsommer Kinder spielen mit ihrem Papa auf dem Spielplatz.

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